Karl H. Ditze Stiftung

 



Soziales Engagement

Förderschwerpunkte
Die Stiftungsmittel wurden in den vergangenen Jahren insbesondere dafür verwendet, Hamburger Kindern und Jugendlichen bessere Startbedingungen für Beruf und Leben zu schaffen, sowie sozial benachteiligten und behinderten Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren. Die folgenden Beispiele stehen stellvertretend für eine Fülle von Maßnahmen und Projekten, die mit Hilfe der Karl H. Ditze Stiftung realisiert werden konnten:


Jugend
Durch die Unterstützung der Ausbildungswerkstatt des Aktionsvereins der Lions e.V. in Hamburg konnten über 800 Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen an das Berufsleben herangeführt sowie in einen Arbeitsplatz vermittelt werden. Das Pädagogikprogramm "Erwachsen werden" fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen durch Vermittlung von Werten und Lebenskompetenz. Gleichzeitig dient es der Vorsorge gegen Suchtgefährdung und Gewaltbereitschaft. Seit 1996 konnten mit Hilfe der Karl H. Ditze Stiftung über 400 Lehrer in Norddeutschland ausgebildet und jährlich 10.000 Schüler in unterschiedlichen Schultypen erreicht werden.
Die Karl H. Ditze Stiftung unterstützte parallel Projekte von Elterninitiativen und Schulvereinen, sei es zur Einrichtung von Arbeitsbibliotheken, zur Anschaffung von Computern oder bei der Durchführung von Vortragsreihen zur Drogen- und Gewaltprävention. Sie finanzierte ferner Lernhilfen für Kinder und Jugendliche. Jugendorganisationen wie der Christliche Verein Junger Männer (CVJM), Pfadfinder und Waldjugend erhielten für konkrete Projekte ebenfalls Zuschüsse aus dem Stiftungsvermögen. Großen Anklang findet der mit Ditze Mitteln angeschaffte rote Doppeldeckerbus "Jonas", der eine mobile Jugendarbeit vor den Schulzentren im Landkreis Harburg ermöglicht. Das Projekt "Undine" von Gangway e.V. wird seit mehreren Jahren unterstützt. Verhaltensauffällige Jugendliche erlernen auf einem Segelboot, einer geregelten Arbeit nachzugehen, Pflichten und Verantwortung zu übernehmen und in einem sozialen Miteinander zu leben. Nach ihrer schulischen Ausbildung konnten die Jugendlichen in der Regel erfolgreich in eine berufliche Laufbahn vermittelt werden.


Behinderte
Der denkmalgeschützte Ökologiehof in Wennerstorf wurde auf Initiative der Karl H. Ditze Stiftung zu einer Arbeits- und Lebensstätte für Behinderte ausgeweitet. Körperlich und geistig Behinderte werden in den Arbeitsalltag des landwirtschaftlichen Betriebes integriert und können mit dem Verkauf des ökologisch angebauten Gemüses weitgehend ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Das Haus "Mignon", das ein Institut für ambulante Heilpädagogik betreibt, zählt seit mehr als zehn Jahren zu den Begünstigten der Karl H. Ditze Stiftung. Mehrfach behinderte Kinder werden hier je nach Bedarf stationär oder ambulant in ihrem Stadtteil betreut. Den behinderten Schülern der Schule "Am Hirtenweg" wurde mit einer namhaften Spende die Anschaffung von Sportrollstühlen für ihre Schulmannschaft ermöglicht. Die Kinder gewinnen damit neue positive Erfahrungen im Umgang mit ihrem Körper.


Soziale Einrichtungen

Die Stiftung bedient sich bei der Förderung karitativer Projekte regelmäßig anerkannter Einrichtungen und Institutionen in Hamburg und seinem Umland. So werden beispielsweise auch Sonderprojekte der Alsterdorfer Anstalten, des Rauhen Hauses, des Universitätsklinikums Eppendorf sowie regionaler Sozialeinrichtungen und Kirchengemeinden durch Zuschüsse unterstützt. Die Stiftung engagiert sich ferner bei Projekten der Kinderkrebshilfe sowie bei Einrichtungen, die schwer heilbare Erkrankungen behandeln oder medizinische Vorsorgeprogramme durchführen (z.B. Varicozele-Untersuchung im Universitätsklinikum Eppendorf).
Sie unterstützt ebenso Erholungsmaßnahmen für Strahlengeschädigte und Behinderte. Gefördert werden auch die Einrichtungen des Diakonischen Werks in Hamburg. Hierzu zählt beispielsweise das "Café Sperrgebiet" in St. Georg, wo minderjährige, drogenabhängige Prostituierte medizinisch betreut werden. Das Kinderhospiz Sternenbrücke erhält Stiftungsleistungen, um Kindern und Jugendlichen mit begrenzter Lebenserwartung ein würdevolles Abschiednehmen von ihren Familienangehörigen zu ermöglichen.


Sonstige Förderungen

Zusammen mit dem Freundeskreis Harburger Theater e.V. finanziert die Karl H. Ditze Stiftung Freikarten für Jugendliche aus sozial schwachen Familien, denen der Besuch von Theaterveranstaltungen sonst nicht möglich wäre. Spiel- und Beschäftigungstherapien, die von unterschiedlichen Trägern durchgeführt wurden, kamen Kindern aus sozialen Brennpunkten zugute. Die Therapien und die zusätzlich angebotenen sportlichen Aktivitäten trugen dazu bei, das Sozialverhalten der Kinder zu normalisieren.
Die Förderung von Einzelpersonen konzentriert sich auf Aus und Fortbildungsmaßnahmen. Die Stiftung unterstützt beispielsweise Zuwanderer dabei, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen. Überbrückungshilfen und Sprachkurse sollen den Betroffenen helfen, sich zu integrieren. In mehreren Fällen wurde darüber hinaus Familien- und Seniorenhilfe geleistet.


Internationale Arbeit
Die Karl H. Ditze Stiftung betätigte sich aber auch international. So wurden beispielsweise die Ostpreußen-, Kosovo- und St.- Petersburg-Hilfe gefördert und Aktionen von "Ärzte ohne Grenzen" wie auch Hilfsprojekte in Kolumbien und Brasilien unterstützt.